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Zwischen Vul'dahaka und Kyllini

 
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gelicht LC Pinselsklave
LC Pinselsklave
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 14, 2006 19:04    Titel: Zwischen Vul'dahaka und Kyllini Antworten mit Zitat

Als sie die Anhöhe erklommen hatte, hielt Kiran inne. Noch einmal warf sie einen Blick zurück auf das Dorf, das geschützt im Schatten der Felsen und Maulbeerbäume lag.
Nach der durchfeierten Nacht war noch niemand auf den Beinen, die Tiere dösten und gaben kaum einen Laut von sich. Kiran hatte die allgemeine Schläfrigkeit genutzt, um ihren Rucksack zu packen und unauffällig zu verschwinden. Sie hasste lange Abschiede. Je älter ihre Eltern wurden, desto weniger gefiel ihnen die oft monatelange Abwesenheit ihrer Tochter und umso mehr versuchten sie, Kiran zum Bleiben zu bewegen.


Kiran: Antio ...

... murmelte sie leise, unterdrückte aufkeimende Gewissensbisse und setzte rasch ihren Weg fort. Bald hatte sie das Grasland hinter sich gelassen und erreichte die ersten Ausläufer der Wüste.

(antio: griech. ~ lebt wohl! --> Hybridsprache)
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gelicht LC Pinselsklave
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Beiträge: 91
BeitragVerfasst am: Fr Jun 16, 2006 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Der letzte Rest nächtlicher Kühle war verschwunden. Weißglühend näherte sich die Sonne dem Zenit und ließ die Farben der Umgebung verblassen. Heiße Luft flirrte über dem Sand. Am Horizont zogen Illusionen schwebender Landschaften und Meere dahin. Höchste Zeit, zu rasten.
(Ausdauernd, jedoch ziemliche Hitze: 1AKP)


Schnell war ein kleiner Unterstand aus Tuch, Wanderstab und ein paar Steinen errichtet der die Strahlen abschirmte und so bis zum Abend Schutz bieten würde. Nach einem kräftigen Schluck aus dem Wasserschlauch kramte Kiran ein bauchiges Glasgefäß aus dem Rucksack, füllte es mit ein wenig Wasser und stellte es vor das Zelt in die Sonne. Dann ließ sie sich im Schatten auf ihrem gefalteten Mantel nieder. Mit der Rechten vollführte sie eine unauffällige Geste, und sofort umfloss sie kaum sichtbares silbernes Schimmern, das sich auf der Handfläche als spiegelnder Überzug verdichtete. Die hohle Hand streckte sie nun so in die Sonne, daß sie die Strahlen einfing und gebündelt ins Wasser warf. So verharrte sie und ließ ihre Gedanken schweifen.
(Naturbursche, Spiegelhaut; beide 0 AKP, da gewohnte Handlung)


Zunächst wollte sie die Abendstunden abwarten, dann zur nächsten Oase weiterziehen. Von dort aus ...

Eine halbe Stunde mochte vergangen sein, als das Wasser endlich zu kochen begann. Erleichtert schüttelte Kiran ihre etwas verkrampfte Hand, deren Silberschicht verschwand.
Sie ignorierte geflissentlich den aufsteigenden Wasserdampf, der Grimassen in ihre Richtung schnitt bevor er sich verflüchtigte. Eine Handvoll Getreide, Salz und Trockenfrüchte landeten im Wasser. Das Gefäß bedeckte sie mit einem Teil des Mantels um die Hitze zu halten; so würde nach einer Runde Schlaf die Mahlzeit fertig sein. Entspannt legte sie sich nieder, schloss die Augen und war bald eingenickt.


(Der grimassenschneidende Wasserdampf ist eine Halluzination. Zuviel Quecksilbermagie und Hitze sind nicht gut fürs Hirn)
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Cyraith LC Game Designer [Admin]
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BeitragVerfasst am: So Jun 18, 2006 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das Rauschen des Windes hinter sich, sauste Sleyjin auf seinem fliegenden Teppich dahin. Er duckte sich und legte seine Handfläche über seine Augen, um ihm bessere Sicht zu gewähren.

Er war schon eine Weile unterwegs und sah mit Hoffnung dem Moment entgegen, da er endlich bei einer Oase ankommen würde. Müdigkeit und Hitze drohten bereits ihn in seinen Bann zu schließen, doch er wehrte sich dagegen der Benommenheit nachzugeben, und hielt die beiden vorderen Zipfel seines Teppichs fest umschlungen.

In der Ferne zeichnete sich eine ein ... Zelt ab. Er trieb den magischen Teppich an, sich zu beeilen, damit er schneller dort hingelangen konnte...

Plötzlich übermannte ihn die Hitze letztendlich, er .. verlor die Besinnung .. und kippte vornüber. Wirbelwind, sein fliegender Teppich, registrierte was passiert war, und beschleunigte seinen Flug um ihn in den schützenden Schatten bringen zu können.

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gelicht LC Pinselsklave
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BeitragVerfasst am: So Jun 18, 2006 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Im Schatten, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, döste Kiran vor sich hin. Tiefer Schlaf wollte sich in dieser Hitze nicht einstellen - an der Grenze zum Wachsein stellten sich seltsam realistische Träume ein, und mehr als einmal glaubte sie, es würde jemand vor ihrem Unterschlupf stehen und sie beobachten. Ein jedes Mal schrak sie hoch, sah, daß niemand dort war und schloss verärgert wieder die Augen.
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Cyraith LC Game Designer [Admin]
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BeitragVerfasst am: So Jun 18, 2006 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wirbelwind umschloss seinen Meister und versuchte ihn in das behelfsmäßige Zelt zu legen. Der stumme Teppich wedelte mit einem seiner Wimpel in Kirans Richtung und versuchte sie zu wecken...
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gelicht LC Pinselsklave
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt wurden auch noch die Fliegen lästig und kitzelten sie im Gesicht!

Kiran: Dann schlafe ich eben nicht!

...murmelte sie mürrisch, verscheuchte die vermeintlichen Insekten --- Moment... das fühlte sich nicht nach...

Mit einem Schrei sprang sie auf, riß das Zelt mit sich, versuchte vergebens, den Stoff aus ihrem Blickfeld zu entfernen, fiel rücklings über den Rucksack und blieb erst einmal verwirrt liegen. Einen Augenblick lang versuchte sie sich zu orientieren.
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wirbelwind krachte neben ihr auf den Boden und öffnete sich. Der Teppich gab seinen Inhalt, einen bewusstlosen Fuchsmenschen, preis und brach selbst regungslos unter dem Gewicht seines Besitzers zusammen.

Sleyjin zuckte kurz, ... doch er war gefangen in einem schwarzen, traumlosen Dämmerzustand. Die Hitze hatte ihn seiner Kraft beraubt, und seine Mimik gleichte der eines Fieberkranken, der bei lebendigem Leibe verbrannte.

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gelicht LC Pinselsklave
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Kiran hob vorsichtig das Tuch an. Ihr Blick fiel auf den regungslos daliegenden Fuchsmenschen. Sofort wich der anfängliche Schrecken aufkeimender Besorgnis. Vorsichtig stubste sie das pelzige Wesen an um zu sehen, ob es bei Bewußtsein war.

Kiran: Hörst du mich?
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sleyjin regte sich kein Stück. Seine Brust hob und senkte sich zwar, aber nur flach und sehr unrythmisch. Der Fuchsmensch trug einen komisch aussehenden Anzug, auf dessen Gürtel ein seltsames Ding befestigt war... eine Art Schaltregler. Zwei rundliche, kleine Sphären, leuchteten unentwegt rot und orange auf.
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gelicht LC Pinselsklave
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdenklich musterte sie den Gürtel. Rot und Gelb bedeutete gefühlsmäßig nichts gutes. Zeigte dieses Ding die Lebensfunktionen des Fuchsmenschen an? Vielleicht war dieser seltsame Anzug auch dafür gedacht, den Träger zu kühlen und beschwerte sich darüber, dieser Aufgabe nicht nachkommen zu können?
Egal jetzt, sie wollte kein Risiko eingehen. Der Bursche sah aus, als hätte er einen Hitzschlag erlitten und brauchte dringend Schatten und Kühlung.

Sie richtete rasch das Zelt wieder auf, legte den Bewußtlosen auf seinem Teppich darunter und bettete seinen Kopf auf den Kapuzenmantel. Nachdem Kiran ihm Fliegerbrille und Stiefel abgenommen hatte inspizierte sie den Anzug. Es würde gut sein, dieses Ding irgendwie lockern zu können ... Wo zum Geier ließ er sich öffnen?
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Die Gürtelschnalle war wohl ein guter Ansatzpunkt, ebenso die diversen Reissverschlüsse. Dort bei der Schnalle blitzte noch etwas auf: ein kleiner Zylinder aus blauem Kristall, der eine angenehme Kälte absonderte. Es schien als wäre er aus seiner Haltevorrichtung gerutscht, und würde deswegen nicht richtig arbeiten. Ein ähnlich aussehender, roter Zylinder war darunter fixiert.

Das Ganze war wohl eine Art Klima-Regulationsanzug. Seltsame Technik für einen Wüstenbewohner aus Vul'dahaka. Normalerweise brauchen die Wüstenbewohner keine derartigen Anzüge um sich hier wohlzufühlen... andererseits stammte der Fuchsmensch wohl von keinem Wüstenfuchs ab.

Vielleicht reichte es aber dennoch ihm einfach nur den Anzug auszuziehen.

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gelicht LC Pinselsklave
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 19, 2006 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Sie ließ den Kristall in ihrer Hand hin- und herrollen. Ein hübsches, überaus nützliches Ding. Es konnte die Durchquerung der Wüste wesentlich angenehmer machen... Wenn er sich nun einfach gelockert hätte und auf dem Weg verlorengegangen wäre... ?

Nein --- sie schüttelte sich, als wollte sie den Gedanken loswerden und befestigte den kühlen Stein in seiner Halterung. Vermutlich würde der Anzug so wieder seine Dienste tun; andererseits konnte auch noch etwas Zusätzliches nötig sein um seine Funktion wiederherzustellen. Ausserdem: Hätte der Fuchs nicht rechtzeitig gemerkt dass die Kühlung versagte und darauf reagiert? Seltsam... aber diese Frage würde er später hoffentlich beantworten können.

Fürs Erste war es sicher am Besten, die Kleidung zu entfernen und seinen Kopf mit Wasser zu kühlen. Hoffentlich nahm er ihr das später nicht übel... Um den Klimaanzug konnte sie sich immer noch kümmern, wenn er versogt war.
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BeitragVerfasst am: Di Jun 20, 2006 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Sobald der Frostkristall eingesetzt war, ertönte ein leises "Bibieep". Die Leuchtdioden an der Vorderseite der Gürtelschnalle wechselten ihr seltsames Farbenspiel allmählich in Richtung Gelb und Grün, bis sie schließlich auf ein sanftes, hin und wieder aufleuchtendes Grasgrün einpendelten.

Der Anzug ließ sich an der Front leicht öffnen, aber nicht so einfach ausziehen. Unter dem seltsamen Textil kam der pelzige Leib des Fuchsmenschen zum Vorschein. Es dauerte rund eine halbe Stunde, bis der Rest des Anzuges den Versuchen von Kiran nachgab, und sich öffnen ließ.

Der Fuchs glühte richtig heiß, aber das mochte wohl an einer Überhitzung durch den Flammenkristall gelegen haben... Allmälich beruhigte sich Sleyjin wieder, und sein furchtbarer Zustand besserte sich. Er schlief einfach nur tief und fest... wann würde er aufwachen?

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gelicht LC Pinselsklave
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 21, 2006 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Erschöpft ließ sich Kiran auf ihren Mantel fallen. Jede Bewegung bedeutete in der Wüste um diese Tageszeit Anstrengung, und dieser verdammte Anzug hatte sie einiges an Energie gekostet.

Ich hätte es mir wohl leichter machen können, dachte sie mißmutig. Die Temperaturregulierung funktioniert anscheinend ohnehin wieder, ich habe unnötig Wasser verschwendet ... dieser Fuchs ist wohl einer dieser Kerle, die sich nur auf ihre Ausrüstung verlassen und nicht den blassesten Schimmer haben, wie man sich in der Wüste verhält.

Solche Leute ärgerten sie, noch mehr ihre eigene Dummheit, und was dem Ganzen die Krone aufsetzte: Das improvisierte Zelt bot gerade mal einer Person ausreichend Platz.
Lauthals fluchend machte sie ihrem Ärger Luft und quetschte sich so gut es ging in einen freien Winkel des Unterstandes. Hoffentlich ging es dem Schlafenden bald besser, sonst mußte sie hier länger bleiben als ihr lieb war und das Wasser würde knapp werden. Dann war sie gezwungen ihn zurückzulassen, sich mit letzter Kraft zur Oase zu schleppen ...
Dumpf brütend saß sie mit düsterer Miene da, zupfte an einem Zipfel ihres Hemdes und malte sich in den dunkelsten Farben aus, welche Probleme sein Auftauchen mit sich brachte.

(Stimmungsschwankungen)
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 08, 2006 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

(Beide erhalten +2 AKP)

Nach einiger Zeit schien sich etwas bei dem Fuchsmenschen zu regen. Er sperrte zuerst das linke... dann das rechte Auge auf und begann vor sich hin zu stammeln.

Sleyjin: Wo.. wo bin ich denn hier? .. Urgs .. Hey .. äh .. danke. Vielen .. vielen .. herzlichen ..

Wieder drohte er einzupennen, diesmal jedoch, konnte er sich erfolgreich gegen die Müdigkeit wehren. Sleyjin packte sich an die Stirn..

Sleyjin: Herzlichen Dank. Uff... ist das heiß.

Er versuchte sich aufzusetzen, und Kiran etwas mehr Platz zu schaffen.
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